von-Willebrand
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Verlängerte oder verstärkte Monatsblutung

Frau mit Wärmflasche

Gerinnungsstörungen wie das von-Willebrand-Syndrom können die Intensität und die Länge der Monatsblutung beeinflussen. Im Gegensatz zu sichtbaren Blutungen wie dem Nasenbluten ist eine verlängerte oder verstärkte Monatsblutung bei einem Tabuthema wie Menstruation für viele Mädchen und Frauen schwerer zu erkennen. Einschätzungen der Mutter oder Schwestern „Das ist doch normal, bei mir ist das auch so…“, können unter Umständen eine richtige Diagnose und Therapie verhindern, weil die Mutter oder Schwester selbst auch von dem erblich bedingten Mangel des von Willebrand betroffen sein können. 



Wie sieht die normale Monatsblutung aus ?

 
Unter dem folgenden Link können Sie nachlesen, was während des Zyklus im Körper einer Frau passiert.
Die Dauer der Menstruationsblutung liegt in der Regel zwischen vier und sechs Tagen. Die Stärke der Blutung ist individuell sehr verschieden. Durchschnittlich verliert eine Frau zwischen 30 bis 80 ml Blut. Am zweiten Tag ist die Blutung bei den meisten Frauen am stärksten.
Wenn die Blutung länger als sechs Tage andauert spricht man von einer verlängerten Blutung (Menorrhagie).
Von einer verstärkten Monatsblutung (Hypermenorrhagie) spricht man, wenn eine Frau mehr als 80 ml Blut während einer Monatsblutung verliert. Die Stärke der Blutung kann an der Zahl der verbrauchten Binden und Tampons gemessen werden. Wenn Sie den Link anklicken, finden Sie einen Bogen zur Dokumentation der Menstruationsstärke. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Monatsblutung verlängert oder verstärkt ist, füllen Sie den Bogen über mehrere Zyklen aus und besprechen das Ergebnis mit Ihrem/r Frauenarzt/ärztin.

Wenn die Regelblutung verstärkt und verlängert ist, kann dies auch Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden haben. Durch den hohen Blutverlust kann es zu einer Verminderung der roten Blutkörperchen und des Eisengehaltes im Blut kommen. Als Folge fühlen die Frauen sich sehr müde, matt und erschöpft und sind im Extremfall während der Tage bettlägerig.

Verstärkte und verlängerte Monatsblutung kann eine Reihe von Ursachen haben. Häufig sind organische Veränderungen wie Myome oder Polypen und schlimmstenfalls Tumore die Ursache für eine verstärkte Monatsblutung. An diese organischen Veränderungen sollte man vor allem denken, wenn sich die Stärke und Dauer der Periodenblutung im Laufe der Zeit verändert.

Wenn eine Frau von der ersten Regelblutung unverändert immer wieder eine verstärkte und verlängerte Monatsblutung hat, sollten Sie mit dem Arzt auch einmal über die Diagnose einer Blutgerinnungsstörung , wie dem von-Willebrand Syndrom sprechen.

Wenn die Blutung nach der Einnahme der Pille kürzer und schwächer geworden ist, davor aber verstärkt und verlängert war und andere Symptome wie Nasenbluten oder Zahnfleischbluten gehäuft auftreten, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt auch über eine Diagnostik des von-Willebrand-Syndroms sprechen. Durch die Einnahme der Pille können die Blutungsprobleme verschleiert werden, im Notfall oder einem operativen Eingriff können Blutungen auftreten, die dann mit einer richtigen Diagnose sicher behandelt werden können.